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Die Zukunft der Einkaufszentren: ein Blick auf Mixed-Use Malls


Quelle: sensalytics GmbH

Oben wohnen, unten im Co-Working-Space arbeiten, zwischendurch in der Gastronomie schlemmen und in der Mitte einkaufen: In Zeiten, in denen das Überleben traditioneller Einkaufszentren ungewiss scheint, zeichnet sich eine spannende Entwicklung ab, die dem Einzelhandel ein neues Gesicht geben könnte: Mixed-Use Malls. Diese innovativen Konzepte kombinieren verschiedene Nutzungsformen in einer Immobilie und bieten damit eine multifunktionale Lösung, die den sich wandelnden Ansprüchen der Verbraucher:innen gerecht wird.


sensalytics wirft einen Blick in die Zukunft der Einkaufszentren – und analysiert gleichzeitig, wie diese von Real-Life-Tracking profitieren können.


Was sind gemischte Einkaufszentren?

Mixed-Use Malls sind weit mehr als herkömmliche Einkaufszentren. Sie vereinen Einzelhandel, Gastronomie, Unterhaltung, Büros, Wohnungen, Hotels und Freizeitangebote unter einem Dach und bieten Besucher:innen ein ganzheitliches Erlebnis. Doch was macht sie so beliebt und zukunftsweisend?


Gemeinschaft und Nachhaltigkeit im Fokus

  1. Sie passen sich den modernen Bedürfnissen an. In einer Welt, in der Verbraucher:innen mehr als nur das reine Einkaufserlebnis suchen, bieten Mixed-Use Malls eine multifunktionale Lösung. Sie sind nicht nur Orte des Einkaufs, sondern auch des sozialen Lebens, der Arbeit und der Unterhaltung. Co-Working-Spaces rücken näher an Wohnungen, und Einzelhändler:innen nutzen diese Gelegenheit, um die Verbraucher:innen dort zu treffen, wo sie sind: bei der Arbeit, im Zuhause und beim Einkaufen.

  2. Betreibende von Mixed-Use Malls legen großen Wert auf die Integration der Gemeinschaft in ihre Planung und Entwicklung. Die Malls werden zu "begehbaren urbanen Dörfern", die nicht nur Einzelhandelsflächen bieten, sondern auch ein vielfältiges gastronomisches Angebot sowie Grünflächen und Wohnmöglichkeiten. Dies steigert die Attraktivität für die lokale Bevölkerung und macht das Einkaufszentrum zu einem wichtigen Bestandteil des Quartiers. Gleichzeitig können die Mall-Betreibenden mit diesem Konzept die Verweildauer der Besuchenden verlängern, denn durch all diese Extras bleiben die Menschen gern und es können zum Beispiel Kaufanreize gegeben werden.

  3. Nachhaltigkeit spielt eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung von Mixed-Use Malls. Diese Art von Einkaufszentren berücksichtigt die wachsende Bedeutung von umweltfreundlichen Lösungen. Betreibende von Mixed-Use Malls setzen auf Gemeinschaften, in denen Menschen kurze Wege zu Fuß zurücklegen können, anstatt ständig das Auto zu benutzen. Das bedeutet weniger Verkehr und Luftverschmutzung. Außerdem verwenden diese Malls moderne Techniken, um Energie zu sparen und somit ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern.


Effekte messen, Symbiosen nutzen – mit Real-Life-Tracking

Real-Life-Tracking kann für Mixed-Use Malls in vielerlei Hinsicht sinnvoll sein. Aus diesen Gründen kann diese Technologie in solchen Einkaufszentren Anwendung finden:

  1. Kundenverhalten verstehen: Real-Life-Tracking ermöglicht es den Mall-Betreibenden, das Verhalten der Kundschaft zu verstehen. Dies umfasst Informationen darüber, welche Geschäfte sie besuchen, wie lange sie dort verweilen und welche Routen sie durch die Mall nehmen. Diese Erkenntnisse sind wirtschaftlich wertvoll, um das Angebot und die Platzierung von Geschäften und Dienstleistungen zu optimieren.

  2. Personalisierte Marketingkampagnen: Durch die Analyse von Standortdaten können Einkaufszentren personalisierte Marketingkampagnen erstellen. Wenn eine Person beispielsweise einen bestimmten Laden betritt, könnte diese sofort relevante Angebote oder Rabatte auf das eigene Smartphone erhalten. Dies steigert die Wahrscheinlichkeit, dass Personen tatsächlich einkaufen.

  3. Verbesserung der Mall-Navigation: Mixed-Use Malls sind oft groß und komplex. Die Standortverfolgung kann genutzt werden, um den Besuchenden bei der Navigation durch die Mall zu helfen. Eine Mall-App könnte beispielsweise Routenplanung und Informationen über aktuelle Veranstaltungen oder Angebote in der Nähe anbieten.

  4. Optimierung der Mall-Layouts: Anhand von Tracking-Daten können Mall-Betreibende die Effizienz des Mall-Layouts verbessern. Sie könnten feststellen, dass bestimmte Bereiche stark frequentiert sind, während andere weniger besucht werden. Dies kann zur Neugestaltung von Bereichen führen, um die Aufenthaltsdauer der Kundschaft zu verlängern und Umsätze zu steigern.

  5. Sicherheit und Notfallmanagement: In Notsituationen wie Feueralarmen oder Evakuierungen kann die Standortverfolgung lebensrettend sein. Die Mall-Betreibenden können sicherstellen, dass sie wissen, wo sich Kund:innen und Mitarbeitende befinden und gezielte Anweisungen zur Evakuierung geben.

  6. Energieeffizienz: Durch die gezielte Steuerung von Lüftungen, Rolltreppen, Klimaanlagen und Lichtsystemen kann ein Vielfaches an Energie eingespart werden. Dies unterstützt nicht nur die Reduktion des klimatischen Fußabdrucks, sondern hilft auch bei der Einhaltung von ESG-Auflagen und führt zu finanziellen Einsparungen.

  7. Benchmarking und Leistungsmessung: Die Standortverfolgung ermöglicht es Mall-Betreibenden, die Leistung verschiedener Standorte oder Filialen innerhalb der Mall zu vergleichen. Dies kann dazu beitragen, erfolgreiche Geschäftsmodelle zu identifizieren und weniger erfolgreiche anzupassen oder auszutauschen.


Mixed-Use Malls und Real-Life-Tracking: Datenschutz ist und bleibt essenziell

Es ist wichtig zu beachten, dass bei der Implementierung von Real-Life-Tracking in Mixed-Use Malls Datenschutzvorschriften streng beachtet werden müssen. Besuchende müssen die Möglichkeit haben, ihre Zustimmung zu erteilen oder nicht als Individuen durch die Tracking-Software erkenntlich zu sein – ihre Privatsphäre muss geschützt werden. Wenn diese Bedenken berücksichtigt werden, kann Real-Life-Tracking eine wertvolle Ressource sein, um das Einkaufserlebnis in Mixed-Use Malls zu verbessern und den Erfolg sowohl für Besuchende als auch Betreibende zu steigern.


Ganzheitliches und nachhaltiges Einkaufserlebnis dank Mixed-Use Malls

Aus Investorensicht sind Mixed-Use Malls attraktiv, da sie mehrere Einkommensströme bieten und resistenter gegen Marktschwankungen sind. Ihre Vielfältigkeit ermöglicht eine bessere Anpassungsfähigkeit an veränderte Trends und Bedürfnisse. Schließlich setzen Mixed-Use Malls auf Technologien wie Augmented Reality, auf gastronomische Vielfalt, kulturelle Veranstaltungen, flexible Raumgestaltung, Nachhaltigkeit und eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Sie bieten somit ein ganzheitliches und integriertes Einkaufserlebnis, das weit über traditionelle Einkaufszentren hinausgeht. In einer Zeit des Wandels und der steigenden Anforderungen der Verbraucher:innen repräsentieren Mixed-Use Malls nicht nur die Zukunft des Einzelhandels, sondern auch eine nachhaltige und integrative Vision für urbane Entwicklungen. Sie sind die Antwort auf die Frage nach der Zukunft der Einkaufszentren und bieten ein aufregendes und vielseitiges Konzept, das die Bedürfnisse der Menschen in einer modernen Welt erfüllt.

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