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Retail Analytics – sensalytics räumt mit fünf großen Mythen auf


Quelle: sensalytics GmbH

Im Zeitalter des digitalen Handels und des ständig wachsenden Wettbewerbs ist Retail Analytics zu einem wichtigen Werkzeug geworden. Mit Retail Analytics gewinnen wir Einblicke in das Verhalten von Kundinnen und Kunden und können daraus datenbasierte Entscheidungen treffen. Doch trotz der zunehmenden Bedeutung von Retail Analytics gibt es nach wie vor einige weit verbreitete Mythen und Missverständnisse, die ein fehlerhaftes Bild der Technologie verbreiten. In diesem Blogbeitrag lösen wir fünf große Mythen über Retail Analytics auf.


Mythos #1: Retail Analytics ist nur was für große Einzelhändler.

Die Annahme, dass nur große Unternehmen über ausreichend Ressourcen und Kapazitäten verfügen, um Daten zu sammeln, auszuwerten und daraus Erkenntnisse zu gewinnen, hält sich nach wie vor hartnäckig. Damit verbunden ist die Vorstellung, dass Retail Analytics mit hohen Kosten und einer komplexen Technologie verbunden ist, für die es in einem Unternehmen umfangreiche Budgets geben muss. Doch das Gegenteil ist der Fall. Für den Bedarf, den kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) haben, gibt es natürlich auch entsprechende, kleiner geschnürte Angebotspakete. Daten müssen nicht immer im großen Stil gesammelt und ausgewertet werden; es gilt vielmehr, herauszufiltern, was genau der Bedarf des jeweiligen Unternehmens ist. Dann kann auch punktuell und zielorientiert untersucht werden – zu Kosten, die ins Firmenbudget passen. Das ist auch möglich dank fortschreitender Technologie und der Verfügbarkeit von Cloud-basierten Analysetools. Sie erleichtern den Zugang zu Retail-Analytics-Lösungen und machen sie eben auch erschwinglicher.


Darüber hinaus hält sich die Vorstellung, dass nur in großen und komplexen Geschäftsumgebungen der Einsatz von Retail Analytics sinnvoll ist, da es dort eine Vielzahl an Filialen, Produkten und Kundinnen und Kunden gibt. Doch genauso wie für ein Großunternehmen, ist es auch für kleinere Unternehmen von essentieller Bedeutung. Denn auch für sie ist es von Vorteil, ein datenbasiertes Kundenverständnis aufzubauen und Verkaufsdaten professionell analysieren zu können. Damit können sie letztlich optimale Entscheidungen treffen und ihre Geschäftsergebnisse verbessern.


Unternehmen jeder Größe haben also die Möglichkeit, von Retail Analytics zu profitieren. Sie bleiben dadurch wettbewerbsfähig, erreichen ihre Geschäftsziele, können ihre Marketingstrategien optimal umsetzen und so letztlich ihre Rentabilität steigern.


Mythos #2: Retail Analytics dient ausschließlich der Umsatzsteigerung.

Optimierung des Einkaufserlebnisses, gezielte Marketingstrategien: Mit Retail Analytics eröffnen sich – jenseits der Umsatzsteigerung – noch sehr viel mehr Anwendungsgebiete. So gewinnt der Einzelhandel Einblicke in das Einkaufsverhalten der Kundschaft und kann ein tieferes Verständnis für die Kundenbedürfnisse entwickeln. Letztlich führt all das zu einer verbesserten Kundenbindung und erhöht auf lange Sicht die Chance auf wiederkehrende Kundschaft.


Im Marketing-Bereich ist es den Verantwortlichen mit Hilfe von Retail Analytics wiederum möglich, datenbasierte Strategien aufzusetzen und so gezielte Werbekampagnen zu entwickeln und umzusetzen.


Auch das Layout einzelner Filialen kann auf Basis gewonnener Daten optimiert werden: Engpässe können beseitigt und auch ungenutzte Bereiche reaktiviert werden, um den Kundenfluss zu verbessern und so den Kundinnen und Kunden ein reibungsloses Einkaufserlebnis zu gewährleisten. Durch die Analyse von Daten zu Verweildauer, Kundenbewegungen und Produktpräferenzen können Einzelhandelsunternehmen außerdem gezielt auf die Bedürfnisse ihrer Kundinnen und Kunden eingehen und zum Beispiel ihre Produktauswahl und -platzierung entsprechend optimieren.


Mythos #3: Eine einmalige Retail Analyse reicht aus.

Falsch. Einkaufsverhalten, Laufwege, Konsumentenbedürfnisse: Um langfristig Einblicke in das Geschehen zu erhalten, ist eine einmalige Analyse zu wenig. Retail Analytics ist ein kontinuierlicher Prozess, der fortlaufendes Tracking und die ständige Analyse der Daten erfordert, damit Verantwortliche aktuelle Trends oder auch Marktveränderungen erkennen können. Nur so ist es letztlich möglich, aus den über einen längeren Zeitraum gesammelten Daten für sich Schlüsse zu ziehen und das eigene Geschäft tatsächlich und langfristig zu verbessern.


Mythos #4: Big Data allein genügt, um bessere Einblicke zu gewinnen.

Eine Fülle von Informationen, die offenbar jede mögliche Frage beantworten kann: Es herrscht vielerorts nach wie vor die Annahme, dass Big Data allein in der Einzelhandelsanalyse ausreicht, um tiefe Einblicke in die Herausforderungen oder in die Abläufe im Tagesgeschäft zu erhalten. Riesige Datenmengen zu sammeln ist das Eine; allerdings bringen Daten allein einem Unternehmen erst einmal wenig. Das Andere und dabei Essentielle ist es, diese Daten auch auszuwerten, zu interpretieren und letztlich für das eigene Geschäft anzuwenden. Dazu sind entsprechende Analysetools unverzichtbar. Mit ihrer Hilfe können rohe Daten in verwertbare Erkenntnisse umgewandelt werden. Darüber hinaus kann der Fokus allein auf Big Data dazu führen, dass qualitative Daten und Kontextinformationen, die für ein umfassendes Verständnis des Einzelhandels wichtig sind, vernachlässigt werden. Die Kombination aus gesammelten Daten und der optimalen Analyse ist also letztlich der Schlüssel zu einem verbesserten Kundenverständnis und zur Optimierung des Geschäfts.


Mythos #5: Retail Analytics ersetzt menschliche Intuition und Erfahrung.

Datenanalysen liefern wichtige Einblicke und Zahlen, Daten, Fakten, die der Mensch im Zweifel so nicht zusammentragen könnte. Durch den Einsatz fortschrittlicher Technologien und Datenanalysemethoden kann Retail Analytics enorme Mengen an Informationen sammeln, analysieren und interpretieren, die für den Einzelhandel von entscheidender Bedeutung sind. Diese Daten können Einblicke in Kundenpräferenzen, Verkaufstrends, Lagerbestände und vieles mehr liefern – all das objektiv sowie datenbasiert – so muss ich mich nicht nur auf mein Bauchgefühl verlassen.


Aber: Es ist nach wie vor von entscheidender Bedeutung, dass Einzelhändlerinnen und -händler ihre Expertise einbringen, um die gewonnenen Informationen zu interpretieren und hieraus fundierte Geschäftsentscheidungen abzuleiten. Die menschliche Intuition ist und bleibt unverzichtbar, denn: Sie basiert auf Erfahrung, Kreativität und einem tiefen Kunden- und Marktverständnis. Dem Menschen ist es möglich, sich in seine Kunden hineinzuversetzen und emotionale Signale zu erkennen und darauf zu reagieren. Genau das fehlt der Technologie.


Darüber hinaus können Aspekte wie das Erkennen von Trends, das Schaffen einer einzigartigen Kundenerfahrung und das Fördern von Innovationen nicht allein durch die Analyse von Daten erreicht werden. Die menschliche Intuition ermöglicht es, das "gewisse Etwas" zu erkennen, das die Kundenzufriedenheit steigert und den Erfolg eines Einzelhandelsunternehmens langfristig sichert.

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